Gameline Master Module

 

 

 

  

Eine der interessanteren und erfolgreicheren Firmen unter den Dritthersteller ist die Control Video Corporation (CVC) mit dem Service Gameline. Gegründet wird es als Unternehmen für Informationstechnologie vom Visionär William F. Von Meister, der im Juni 1979 bereits den ersten kommerziellen Online-Service The Source ins Leben gerufen hatte. Sein neues Unternehmen bietet an, Spiele für das VCS über die normale Telephonleitung mit einem 1200 bit/s Modem herunter zu laden. Diese werden in einem speziellen Cartridge (das Gameline Master Module) gespeichert, das auch an die Telephonleitung angeschlossen wird. Es kostet $49,95 und muß einmalig für $15 freigeschaltet werden. Die Gebühren betragen 10 Cent für ein Spiel und $1 für jede Stunde. Es ist die erste Stufe eines geplanten, umfangreichen Mailbox-Systems für das VCS mit email, News und Homebanking. Aber die Lizenzabkommen mit den meisten großen Spieleherstellern, darunter Atari, verbieten, daß einige der größten 2600 Spielehits für dieses System erscheinen. Bevor der große Videospiel-Crash 1983/84 das ganze Geschäft zunichte macht, bringt Von Meister Marc Seriff und Steve Case noch in dem Unternehmen unter. Schließlich ändert das Unternehmen seinen Namen 1985 in Quantum Computer Services und 1989 entsteht aus Quantums Resten ein neuer Online-Service... America Online! Von Meister kann an den Milliarden Dollar Erfolg von AOL nicht mehr teilhaben: Er stirb 1995 im Alter von 53 Jahren an Krebs.

Copyright: The Dot Eaters - Die Geschichte der Videospiele

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